Wissenschaftliche Blogportale: Diese drei solltest du kennen
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Wissenschaftliche Blogportale: Diese drei solltest du kennen

Einen eigenen Blog zu hosten, bringt viel Arbeit mit sich. Du musst dich um alles selbst kümmern.

Fehler finden, wenn etwas nicht funktioniert. Für Backups sorgen, um deinen Blog im Notfall neu aufsetzen zu können. Deine Community selbst aufbauen. Und mit Social-Media-Marketing dafür sorgen, dass deine Blogbeiträge wahrgenommen werden.

Wissenschaftliche Blogportale nehmen dir einen großen Teil dieser Aufgaben ab.

Die drei wichtigsten für den deutschsprachigen Raum möchte ich dir heute vorstellen: de.hypotheses.org, scienceblogs.de und scilogs.spektrum.de.

de.hypotheses.org für Geisteswissenschaftler*innen

Hypotheses ist ein nicht-kommerzielles Blogportal für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Das deutschsprachige Portal wird von Open Edition in Zusammenarbeit mit der Max Weber Stiftung zur Verfügung gestellt.

Gegründet wurde es 2009 und beherbergt inzwischen tausende von Wissenschaftsblogs aus aller Welt. Laut eigener Aussage hat die Plattform über eine Million Besuche pro Monat. Neben den deutschen Blogs findest du über den Menüpunkt „Weitere Sprachen“ leicht Blogs in Englisch, Französisch und Spanisch.

Auf der deutschsprachigen Seite gibt es etwa 500 angemeldete Blogs, wovon 200 aktiv sind. Wer allein oder gemeinsam als Gruppe bloggen möchte, kann online einen Antrag auf Eröffnung eines Blogs stellen.

Vorteile der Blogplattform de.hypotheses.org

Hosting und Installation deines Blogs übernimmt Hypotheses für dich. Du musst kein Technik-Ass sein, um deinen Blog ins Leben zu rufen. Du bekommst Plugins und einen einstellbaren persönlichen Bereich zur Verfügung gestellt.

Es gibt Schulungsangebote für den Umgang mit der Plattform sowie Hilfe per Mail und online über das Bloghaus. Das Bloghaus ist eine Sammlung von hilfreichen Blogartikeln über das Bloggen auf Hypotheses.

Gute Blogbeiträge der dort beheimateten Wissenschaftsblogs macht das Redaktionsteam regelmäßig über die Startseite und die Social-Media-Kanäle des Portals sichtbar. Eine tolle Gelegenheit dafür, dass die  Wissenschaftscommunity bald deinen Blog entdeckt!

Auch nicht zu vergessen: der Datenschutz ist blogübergreifend DSGVO-konform geregelt. Noch eine Sache weniger, um die du dir Gedanken machen musst.

Nachteile der Blogplattform de.hypotheses.org

Wie immer bringen gewisse Vorteile auch bestimmte Nachteile mit sich. Durch die vorgegebene Infrastruktur kannst du das Design nur begrenzt anpassen. Das Titelbild ist frei wählbar und du kannst auf unterschiedliche Layouts zurückgreifen. Mit einer eigenen WordPress-Seite hättest du aber definitiv mehr Freiheiten.

Sobald du anfängst auf der Plattform zu bloggen, ist deine Community bereits da. Die ersten Leser*innen finden ganz automatisch zu dir! Der stark wissenschaftliche Fokus kreiert aber sowas wie eine eigene „Filterblase“. Das sollte dir einfach nur bewusst sein.

Möchtest du dein Blogthema irgendwann in eine nicht-wissenschaftliche Richtung ändern, musst du mit deinem Blog vermutlich umziehen bzw. neu anfangen.

Du kannst auch keine Google-Analysen über deine Blog-Besucher*innen durchführen oder ein Newsletter-Formular einbauen. Vielleicht hattet du das ohnehin nicht vor.

scienceblogs.de für Naturwissenschaftler*innen

Scienceblogs ist ein wissenschaftliches Blogportal, das es auch in englischer und portugiesischer Sprache gibt. Die deutschsprachige Ausgabe existiert seit 2008. Aktuell findest du circa 98 angemeldete Blogs dort. 45 davon sind aktiv.

Es bloggen hauptsächlich Naturwissenschaftler*innen auf scienceblogs.de. So wie André Lampe, den ich vor längerer Zeit über seine Social-Media-Aktivitäten interviewt habe. Sein Blog heißt „Die kleinen Dinge“.

Das deutschsprachige Portal wird seit Februar 2014 von der Konradin Mediengruppe betrieben und hat damit einen kommerziellen Hintergrund.

Vorteile der Blogplattform scienceblogs.de

Ähnlich wie bei Hypotheses hast du den großen Vorteil, dass Menschen, die sich für naturwissenschaftliche Themen begeistern, bereits auf der Plattform unterwegs sind.

Das wirkt sich besonders am Anfang positiv auf deine Motivation aus, regelmäßig zu bloggen. Ich bin mir sicher, der erste Kommentar unter einem deiner Artikel lässt nicht lange auf sich warten.

Es fallen keine Kosten für das Hosting oder ein WordPress-Theme an. Nicht schlecht oder?!

Das wissenschaftliche Blogportal hat einen eigenen Twitter-Kanal, dem mehr als 9.500 Menschen folgen. Und eine Facebook-Seite mit über 4.600 Fans. Neue Blogposts werden regelmäßig über beide Kanäle kuratiert. So bekommen deine Artikel eine noch größere Sichtbarkeit.

Nachteile der Blogplattform scienceblogs.de

Als größten Nachteil empfinde ich die Werbung die oben, unten, links und rechts von der eigentlichen Website eingeblendet wird. Sie lenkt von den Inhalten ab und und lässt das Design unruhig erscheinen.

Das Design ist etwas in die Jahre gekommen. Wen das allerdings nicht stört, kann diesen Punkt getrost ignorieren.

Leider bin ich bei meiner Recherche auf kein transparentes Anmelde- oder Bewerbungsverfahren für Scienceblogs gestoßen. Daher kann ich dir nicht sagen, wie du bei Interesse dort einen Blog eröffnen kannst. Für Hinweise bin ich dankbar und freue mich auf eine E-Mail oder einen Kommentar dazu!

Interdisziplinäre Blogplattform SciLogs – Tagebücher der Wissenschaft

Die SciLogs sind ein Angebot des Verlags Spektrum der Wissenschaft.

Es gibt ca. 100 Blogs aus den Themenbereichen Astronomie, Biologie, Chemie, Erde/Umwelt, IT/Tech, Kultur, Mathematik, Medizin, Physik und Psychologie/Hirnforschung.

Die Blogger*innen sind Forscher*innen, Journalist*innen und Wissenschaftsbegeisterte und vollkommen frei in ihrer Themenwahl. Lars Fischer (Fischblog) und Gunter Dueck (Wild Dueck Blog) bloggen bei SciLogs. Schau gerne vorbei, um dir bei den beiden Inspiration zu holen.

Vorteile der Blogplattform SciLogs

Du musst dich wie bei den beiden vorhergehenden nicht um das Hosting kümmern. Du kannst die Infrastruktur der Plattform nutzen und dein Blog inklusive Design macht einen guten Eindruck.

Deine Blogposts können über den Twitter-Kanal (über 10.000 Follower) und die Facebook-Seite (knapp 2.500 Fans) von SciLogs eine große Reichweite bekommen. Allerdings findet das auf Twitter eher im Stil einer Pressemeldung statt und die Interaktion der Community fällt gering aus.

Wenn du einen Blog auf SciLogs einrichten möchtest, funktioniert das recht unkompliziert. Du schreibst eine formlose E-Mail an die Redaktion und bekommst eine Antwort, ob dein Blog zum Konzept von SciLogs passt.

Nachteile der Blogplattform SciLogs

Der Nachteil der formlosen Bewerbung ist, dass es keine transparenten Aufnahmekriterien gibt.

Aufgrund des kommerziellen Hintergrunds des wissenschaftlichen Blogportals ist SciLogs nicht werbefrei. Vor allem oben und unten auf der Seite werden dir Werbeanzeigen präsentiert.

Wissenschaftliche Blogportale: Fazit

Wissenschaftliche Blogportale sind eine tolle Sache! Du musst dich nicht durch technische Hürden vom Bloggen abhalten lassen. Und bist mit deinem ersten Artikel schon mittendrin in der passenden Community!

Falls du vor der Entscheidung stehst, welches Blogportal für dich das richtige ist, hoffe ich sehr, dass ich dir weiterhelfen konnte. Vielleicht hat dir der Artikel aber auch deutlich gemacht, dass du deinen Blog selbst hosten möchtest.

Ich wünsche dir in jedem Fall: Viel Spaß beim Bloggen!

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