Keine Zeit für Social Media? 5 Tipps für Wissenschaftler*innen
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Keine Zeit für Social Media? 5 Tipps für Wissenschaftler*innen

Egal ob es ums Bloggen, Twittern oder Optimieren von Online-Profilen geht – „keine Zeit für Social Media“ ist mit Abstand das häufigste Gegenargument. Als Wissenschaftler*in bist du mit Forschung, Lehre, Dissertation und Familie voll ausgelastet.

Ich verstehe das.

Vielleicht gibt es aber doch die eine oder andere Lücke am Tag, die du nutzen kannst. Um deine Forschung online zu kommunizieren. Und als Wissenschaftler*in im Netz sichtbar zu werden.

Ich möchte dir in diesem Artikel 5 Tipps für ein gutes Zeitmanagement mitgeben.

Wir schauen uns gemeinsam an,

  • wo Zeitressourcen sind,
  • welche Zeitfresser dir in die Quere kommen,
  • welche Tools du nutzen kannst, um effizienter zu arbeiten und
  • wie du Ergebnisse und Materialen nutzen kannst, die sowieso schon da sind.

Zeit für Social Media finden – so geht’s

1. Identifiziere persönliche Zeitressourcen

Wir haben alle 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Dennoch schaffen manche früh morgens am meisten. Andere drehen erst nachts so richtig auf. Einige habe Kinder, andere nicht. Viele verschiedene Faktoren bestimmen unsere Zeitressourcen. Versuche, mit Hilfe folgender Fragen, deine Zeitfenster zu identifizieren:

  • Kannst du dir einen festen Vormittag/Tag in der Woche/alle zwei Wochen reservieren, um an deiner digitalen Präsenz zu arbeiten?
  • Oder musst du dir eher flexibel Zeit nehmen? In diesem Fall könnte dir ein Bullet Journal oder ein Notizbuch dabei helfen, deine Aufgaben und dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Welche Zwischenzeiten (U-Bahn-Fahrten, Wartezeit bei Arztterminen) kannst du nutzen, um zu twittern oder auf einen Kommentar zu antworten?
  • Zu welcher Tageszeit bist du am produktivsten?
  • Was brauchst du, um konzentriert arbeiten zu können (Ruhe, fester Arbeitsplatz, Kaffee…)?

2. Eliminiere Zeitfresser

Du hast dir zwei Stunden Zeit zum Arbeiten genommen. Die Zeit ist um. Geschafft hast du weniger als gedacht. Warum eigentlich? Viel zu oft lassen wir uns durch kleine Zeitfresser vom Wesentlichen ablenken. Finde heraus, was auf dich zutrifft.

  • In welchen Social Media Apps verlierst du dich besonders? Scrollst du zu ausgiebig? Schaust du unnötige Videos? Versuche den Konsum bewusst einzuschränken oder Zeitlimits zu setzen.
  • Welche visuellen und auditiven Benachrichtigungen bringen dich aus deinen Gedanken raus? Ich schließe grundsätzlich mein E-Mail-Postfach, wenn ich schreibe. Einfliegende Mails haben sonst sofort meine Aufmerksamkeit. Und mein Handy ist so gut wie immer lautlos.
  • Kennst du das wichtigste ToDo des Tages, wenn du etwas für deine Social-Media-Präsenz tun willst? Sich erst morgens darüber Gedanken zu machen, kostet Zeit. Plane am Abend vorher.
  • Bist du wirklich motiviert, mit Social Media loszulegen? Ohne Motivation zieht sich alles wie Kaugummi in die Länge.

3. Nutze Vorausplanungstools

Eine gute Social-Media-Präsenz lebt nicht durch reine Spontaneität. Im Gegenteil. Gepflegte Kanäle sind meist akribisch geplant. Es gibt dutzende, wenn nicht hunderte Tools, mit denen du Tweets und Posts vorausplanen kannst. Das ist leider immer noch zu wenig bekannt. Für dich jetzt nicht mehr.

  • Welche Vorausplanungstools kommen für dich in Frage? Hier eine kleine Liste zur Inspiration. Du kannst bei Google unter dem Stichwort Social Media Management Tools nach weiteren suchen.
    • Tweetdeck (Twitter)
    • Planoly & Later (Instagram)
    • Buffer & Hootsuite (Twitter, Instagram, Facebook, LinkedIn, Pinterest)
    • Facebook Creator Studio (Facebook & Instagram)
  • Wann, für wie lange und wie viele Posts planst du voraus? Überleg dir realistische Ziele und Zahlen.
  • Wie wirst du die Management Tools nutzen? Auf dem Handy oder auf dem Laptop? Oder auf mehreren Geräten? Die meisten Tools gibt es als Browser-Version und Handy-App.

4. Denk an eine mögliche Zweitverwertung

Das Rad jedes Mal neu zu erfinden und sich „extra“ etwas für Social Media zu überlegen, kostet Zeit. Dabei wette ich mit dir, dass es unheimlich viele Dinge gibt, die du problemlos zweitverwerten kannst, um sie online zu stellen. Lass uns das mal gemeinsam herausfinden:

  • Welche Materialien und/oder Ergebnisse entstehen sowieso in deinem Wissenschaftsalltag? Während der Recherche für deine Diss oder der Vorbereitung deiner Lehre, im Seminar gemeinsam mit den Studierenden oder für Vorträge auf Konferenzen?
  • Welche Materialien musst du davon noch etwas aufbereiten (z. B. bestimmte Infos entfernen oder hinzufügen), damit du sie online veröffentlichen kannst? Welche können so bleiben wie sie sind?
  • Welcher Kanal ist der richtige? Dein Blog? Twitter?
  • Welche Optionen gibt es noch außerhalb der gängigen Social-Media-Plattformen? Der Newsletter deines Instituts? Dein Poster als Online-Variante auf deinem Blog, auf der Seite eines Forschungsnetzwerks oder im Online-Forum einer digitalen Konferenz? Mach dich schlau!

5. Werde produktiver

Zeit können wir nicht vermehren, jedoch vielleicht die Zeit produktiver nutzen, die wir haben. Und auch dafür stehen unterschiedliche Tools zur Verfügung, die dir die Arbeit erleichtern. Stelle dir am besten gleich hier dein Wohlfühl-Kit zusammen.

  • Google Docs kannst du von überall nutzen, um an Dokumenten zu arbeiten. Auch in Kollaboration mit anderen.
  • Ein browserbasierter Textmarker erleichtert dir die Webrecherche. Du kannst Textpassagen farbig hinterlegen – wie mit einem echten Textmarker – und findest die entsprechende Stelle blitzschnell wieder. Installiere dir den Textmarker als Erweiterung in deinem Browser (zum Beispiel Super Simple Highlighter für Chrome).
  • Wenn du auf konzentrationsfördernde Hintergrundgeräusche stehst, kannst du dank des Ambient Mixers dem Meeresrauschen oder Vogelzwitschern während der Arbeit lauschen.
  • Mit der Pomodoro-Technik kannst du deine Arbeitsphasen in 25-Minuten-Abschnitte und Pausenzeiten unterteilen. Schau nach einem Online-Pomodoro-Tool oder nutze deine Küchenuhr. Häufige Pausen können deine geistige Beweglichkeit verbessern.

Zusatztipp: Durchhalten

Bis sich Routinen gefestigt haben oder du dir verschiedene Tools erschlossen hast, dauert es eine Weile. Also halte durch! Es wird auch immer wieder Durststrecken geben, wo dein Zeitmanagement komplett über den Haufen geworfen wird. Nimm sie hin und kehre dann zum ursprünglichen Plan zurück!

Wenn sich dann die ersten Erfolge einstellen und deine Follower*innenzahl größer wird, wird es leichter, dir Zeit für Social Media zu nehmen. Versprochen.

Welche Tipps hast du, um mehr Zeit für Social Media zu haben?

2 Comments
  • Mareike Schumacher
    Posted at 17:47h, 22 Oktober Antworten

    Huhu liebe Susanne,

    seit einiger Zeit hilft mir folgender Workflow total: Während der Woche speichere ich alle interessanten Tweets, über die ich stolpere mit der Twitter-Lesezeichen-Funktion. Wenn ich dann mein Zeitfenster für‘s Vorplanen der Social-Media-Posts habe, kann ich gleich mit diesem Grundstock guter Postings starten. Ich vertwittere dann entweder selbst die Links oder Retweete einen Thread mit Kommentar. Ich habe das Gefühl dadurch sehr viel Zeit zu sparen.

    Noch ein Effekt, der mir aufgefallen ist, ist Folgender: je besser die Vorplanung, desto entspannter ist die Social Media Arbeit, da das Gefühl, ständig hinterher zu laufen, dadurch stark minimiert wird. Herrlich!

    Liebe Grüße,
    Mareike

    • Susanne
      Posted at 18:11h, 22 Oktober Antworten

      Hallo liebe Mareike,

      das sind wirklich tolle Tipps! Ja, ich kenne das Gefühl, dass man entspannt in die Social-Media-Woche startet, wenn die Vorplanung getan ist. Unbezahlbar! Löschst du eigentlich die Lesezeichen dann wieder, wenn du sie vertwittert hast, um den Überblick zu behalten?

      Liebe Grüße
      Susanne

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