Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet
Content, Content-Marketing, Hochschulmarketing, Wissenschaftsmarketing, Hochschule, Wissenschaft, Forschung, Marketing, Wissenschaftskommunikation, Strategie, Konzept, Konzeption, Kommunikation, Text, Texter, Texterin, Redakteur, Redakteurin, Autor, Autorin, Beratung, Kommunikationsberatung, Kommunikationsberater, Kommunikationsberaterin, Social Media, Online-Kommunikation, Workshop, Vortrag, Redaktion, Blog, Blogger, Bloggerin, Blogging, Promovierende, Doktoranden, Doktorandinnen, digitales Selbstmarketing, digitales Profil
17820
post-template-default,single,single-post,postid-17820,single-format-standard,bridge-core-2.2.7,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-21.4,qode-theme-bridge,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-6.0.2,vc_responsive

Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet

Geht es beim Thema Wissenschaftskommunikation ausschließlich nur um die Kommunikation von Forschungsergebnissen? Ich finde nicht. Es geht auch darum, neben den Fakten die Begeisterung für das eigene Fach rüberzubringen.

Und das funktioniert nur über Persönlichkeit. Doch Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet kann eine Gratwanderung sein. Wie viel ist zu wenig? Und wie viel ist zu viel?

Nahbar und persönlich kommunizieren, um sympathisch zu erscheinen? Das wollen die meisten. Aber bitte ohne das Privatleben nach außen tragen zu müssen. Oder die eigene Seriosität als Wissenschaftler*in zu gefährden.

Ich möchte mit dir ein paar Gedanken teilen und Tipps geben, wie du Persönlichkeit als Wissenschaftler*in im Internet zeigen kannst. So dass es zu dir passt und du dich damit wohl fühlst.

Du hast die Kontrolle über deinen Auftritt im Internet

Die gute Nachricht ist, dass du über die digitale Selbstdarstellung im Internet viel mehr Kontrolle hast als über viele Situationen im echten Leben.

Profile in Karrierenetzwerken wie XING oder LinkedIn oder in Wissenschaftsnetzwerken wie ResearchGate und Academia.edu kannst du sorgfältig und überlegt ausfüllen. Welche beruflichen Stationen betonst du? Welches Praktikum lässt du weg?

Es geht nicht darum, Informationen zu verschleiern. Oder Profile so zu schmücken, dass sie nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Aber du entscheidest, welche Eigenschaften und Qualifikationen du herausstellst.

Welches Bild möchtest du von dir zeichnen?

Dasselbe gilt für soziale Netzwerke wie Instagram oder Twitter. Und auch für deinen eigenen Blog, über den du Wissenschaft kommunizierst. Die Frage, die immer dahinter steht, lautet: Welches Bild möchtest du von dir zeichnen?

Mein Tipp: Ein möglichst authentisches! Aber was heißt das genau? Und wie kannst du authentisch bleiben, ohne zu privat zu werden?

Verbieg dich nicht. Es gibt da draußen humorvolle Mediziner*innen wie Giulia Enders oder Eckart von Hirschhausen oder begnadete Moderationstalente wie die Chemikerin Mai Thi Nguyen-Kim.

Wenn es dich nicht auf Bühnen, zu YouTube oder ins Fernsehen zieht, lass es. Bleib bei dir und frag dich, was dich ausmacht und womit du dich wohl fühlen könntest.

Wenn für dich das Posten von Selfies wenig mit seriöser Wissenschaftskommunikation zu tun hat, gibt es keinen Grund, auf diesen Zug aufzuspringen, nur weil andere dies tun.

Schau dich bei anderen Wissenschaftler*innen um

Wenn es dir schwer fällt, zu entscheiden, was du von dir preisgeben möchtest, schau dir Beispiele anderer Wissenschaftler*innen an.

Welche Themen sprechen Sie neben ihrer Forschung an? Was weißt du über sie, weil sie es im Netz mit allen teilen? Welche Aspekte findest du sympathisch? Was wäre dir zu viel? Notiere es, um Ideen für dich selbst zu entwickeln!

Die Teil-Charakter-Zeigen-Methode oder bestimmte Facetten in unterschiedlichen Netzwerken

Im Blogartikel „Charakter zeigen im Netz: Wie viele Ecken und Kanten sind erlaubt?“ von Svenja Hofert bin ich über den Begriff der „Teil-Charakter-Zeigen-Methode“ gestolpert.

Sie schreibt „Stellen Sie sich einen Vorhang vor. Er ist bei mir vielleicht zu einem Drittel offen. […] Man muss sich nicht nackig machen, um bei sich selbst zu sein.“ Und ich finde, sie hat recht. Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet heißt, die Menschen hinter einen Teil des Vorhangs schauen zu lassen. Welcher das ist oder wie breit der Spalt ist, entscheidest du selbst.

Du kannst je nach Netzwerk entscheiden, was und wie viel du von dir als Person zeigen möchtest. Auf Instagram ist der Ton beispielsweise vertraulicher und privater als auf Twitter. Vielleicht liegt dir einer der beiden Kanäle eher als andere. Nutzt du beide, kannst du den Ton zwischen beiden variieren. Achte trotzdem darauf, ein konsistentes Bild von dir über verschiedene Kanäle hinweg zu zeichnen.

Dabei könnte dir helfen, dir genau zu überlegen, welche (privaten) Details du aus deiner Internetpräsenz ausklammerst. Für die meisten schließt das Dinge wie Wohnort, Beziehungsstatus, Kinder, Freunde und Haustiere mit ein. Oder bestimmte Hobbys.

Persönlichkeit zeigen als Wissenschaftler*in im Internet – eine Checkliste

Hier findest du eine kurze Checkliste, die dir dabei helfen soll, zu entscheiden, welche Aspekte deiner Persönlichkeit du in deine Kommunikation einbringen möchtest.

Rede ich nur sachlich über mein Thema oder bringe ich auch den Spaß rüber, den ich an meinem Thema habe?
Welche Informationen sollen unbedingt privat bleiben?
Gibt es Interessen, Fähigkeiten oder Dinge aus meinem persönlichen Umfeld, die ich in meine Kommunikation einbeziehen möchte?
Welche Art der Kommunikation liegt mir? Seriös oder humorvoll?
Habe ich ein Wissenschaftskommunikations-Vorbild? Was kann ich mir abschauen und auf meine Art wiedergeben? Wo müsste ich mich verbiegen und lasse es deshalb lieber?

Wie viel Persönlichkeit zeigst du bereits als Wissenschaftler*in im Netz? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

No Comments

Post A Comment