Angehefteter Tweet: Wozu du ihn unbedingt nutzen solltest
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Angehefteter Tweet: Wozu du ihn unbedingt nutzen solltest

Vor einer Weile bat mich eine Followerin bei Twitter darum, einen Artikel über den Sinn eines „Angehefteten Tweets“ zu schreiben. In meiner Wahrnehmung nutzen ca. 50 Prozent der Twitter-User*innen diese Option. Wenn du dich jetzt fragst „Angehefteter Tweet? Was ist das?“ oder „Brauche ich den wirklich?“ liefert dir dieser Artikel ein paar Anworten.

Ein angehefteter Tweet ist ein Tweet, der auf deiner Twitter-Seite direkt unter deinem Profil angezeigt wird. Er verschwindet nicht – im Gegensatz zu allen anderen Tweets. Du kannst ihn festpinnen. Klicke dazu auf den kleinen grauen Pfeil neben einem Tweet. Dort findest du die Option „An dein Profil anheften“.

Der Tweet muss bereits veröffentlicht sein. Erst dann steht dir diese Möglichkeit zur Verfügung. Der angeheftete Tweet bleibt solange direkt unter deinem Profil sichtbar, bis du ihn entfernst. Klicke auf dem eben beschriebenen Weg einfach „Vom Profil abheften“ an. Möchtest du einen anderen Tweet anheften, verschwindet der alte automatisch.

Warum ein angehefteter Tweet sinnvoll ist

In einem angehefteten Tweet kannst du deinen Profilbesucher*innen weitere Infos über dich geben. Was in deiner Twitterbio keinen Platz mehr gefunden hat, kannst du hier sagen. Aber es geht nicht nur darum, zusätzliche 280 Zeichen zu  nutzen. Ein angehefteter Tweet ist ein Highlight auf deinem Twitter-Profil und sollte mit Bedacht erstellt werden.

Du weist deine Besucher*innen mit einem Blick auf etwas hin, das dir wichtig ist. Denn der angeheftete Tweet ist also solcher gekennzeichnet. Und schreit automatisch „Sieh her, das macht mich aus, daran arbeite ich gerade oder darauf bin ich im Moment besonders stolz.“

Ich sehe ihn – zeitlich betrachtet – als eine Art Zwischeneinblendung. Deine Twitterbio änderst du alle paar Monate oder Jahre, jeder neue Tweet auf deiner Seite verdrängt den vorhergehenden bereits nach wenigen Stunden von Platz eins. 

Der angeheftete Tweet hingegen bleibt länger, kann aber bei Bedarf schnell ersetzt werden.

Tipps für einen angehefteten Tweet, der dein Profil unterstützt

Wie lange solltest du einen angehefteten Tweet stehen lassen?

Es gibt keine eindeutige Antwort. Vereinfacht gesagt: solange es Sinn macht. Einige Tweets sind zeitloser als andere. Schau ab und zu auf dein Profil und überprüfe, ob der Tweet, den du an dein Profil gepinnt hast, noch zu deiner aktuellen Situation und deiner Twitter-Bio passt. Wenn du die Option nutzt, um auf neu veröffentlichte Artikel hinzuweisen, wechsle, sobald es eine neue Veröffentlichung von dir gibt.

Extra schreiben oder einen Tweet random auswählen?

Es geht beides. Twitter-Anfänger*innen empfehle ich, einen Tweet zu schreiben, in dem sie sich, ihre Forschung und ihre Twitter-Themen noch einmal vorstellen. Dieser Tweet eignet sich super, um ihn ans Profil zu pinnen. Wenn man eine Weile twittert, ist bestimmt auch zufällig der ein oder andere Tweet dabei, der das Potenzial zu einem temporären Schlaglicht hat und gepinnt werden kann.

Tipps für einen angehefteten Tweet, der auffällt?

Ein angehefteter Tweet fällt per se schon einmal auf. Du kannst aber dafür sorgen, dass deine Profilbesucher*innen ihn wirklich nicht übersehen. Füge deinem Tweet ein Bild oder einen Link hinzu. Das macht den Tweet „größer“ und auffälliger. Achte darauf, dass die Linkvorschau gut aussieht, also dein Link möglichst ein attraktives Bild von der Website mit anzeigt. Du kannst auch Emojis im Tweet verwenden, wenn es passt. Und natürlich Hashtags.

Welche Inhalte eignen sich nicht?

Kurzfristige Ankündigungen für Vorträge, Events, Konferenzen oder Ähnliches, die in ein paar Tagen bereits wieder veraltet sind. Hier ist die Gefahr zu groß, dass du über einen längeren Zeitraum bereits stattgefundene Termine bewirbst. Aus dem Zusammenhang gerissene, nicht für sich allein stehende Antworten auf einen Ursprungstweet eignen sich meistens ebenfalls nicht. Denn es dauert zu lange, bis Besucher*innen den Kontext erfassen.

Best-Practice-Beispiele und mögliche Inhalte

Anhand einiger Beispiele von twitternden Wissenschaftler*innen möchte ich dir zeigen, welche Inhalte sich für einen angehefteten Tweet richtig gut eignen. Wenn du beim Scrollen durch die Beiträge selbst eine Idee für einen Tweet hast, zögere nicht. Twittere ihn am besten sofort. Und klicke anschließend auf „An dein Profil heften“.

Bereit für Inspiration? Los geht‘!

Nr. 1 Jobs

Anna und Laura nutzen den angehefteten Tweet, um nach einen Job zu suchen bzw. um auf eine Jobmöglichkeit aufmerksam zu machen. Clever, da beide Anliegen häufig über ein paar Wochen, wenn nicht sogar ein oder zwei Monate, andauern. Wie du an den vielen Likes und Retweets siehst, wird so ein Thema auch gerne geteilt.

Nr. 2 Veröffentlichungen (Buch)

Ich würde das mal den Klassiker des angehefteten Tweets nennen. Du hast ein Buch veröffentlicht? Dann twittere darüber und pinne es an dein Profil. Einer der besten „Werbeplätze“ überhaupt. Der Tweet von Katharina und Robert fällt darüber hinaus durch das Bild bzw. den Link direkt ins Auge.

Nr. 3 Veröffentlichungen (Artikel)

Lass dir die Chance nicht entgehen, bei Erscheinen eines neuen Papers darüber zu twittern. Und durch einen gepinnten Tweet deine Follower*innen direkt unter deinem Profil darauf aufmerksam zu machen. Wenn du an dieser Stelle zuverlässig und regelmäßig über deine Artikel informierst, schauen Kolleg*innen vielleicht sogar bald gezielt auf deinem Profil vorbei, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Nr. 4 Forschungsprojekt

Warum nicht schon einen Schritt vor der Veröffentlichung die Gelegenheit nutzen und auf ein Forschungsprojekt aufmerksam machen? Wer auf Patricks Profil klickt, weiß sofort, woran er gerade arbeitet. Der Tweet ist nicht nur bloße Info, sondern kann über einen längeren Zeitraum als Gesprächsaufhänger fungieren.

Nr. 5 Biografie

Mein Tipps für Twitter-Anfänger*innen, aber auch eine super Idee für Fortgeschrittene: biografische Details oder berufliche Meilensteine verkünden! Das ist sozusagen die „extended version“ der Twitter-Biografie. Nutze den angehefteten Tweet, um noch mehr von dir als Person und Wissenschaftler*in zu zeigen.

Nr. 6 Thread

Du hast dir viel Mühe gegeben und etwas wissenschaftlich ausführlich erklärt? Zum Beispiel in einem Thread? Und möchtest nun nicht, dass dies schnell wieder von der Bildfläche bei Twitter verschwindet? Dann nutze den angehefteten Tweet, um deinen Profilbesucher*innen gleich ein größeres Lesestück direkt unter deinem Profil anzubieten.

Nr. 7 Werte

Kein Forschungsprojekt, keine biografischen Details, keine Veröffentlichung – der angeheftete Tweet kann auch einfach nur mal ein Statement auf emotionaler Ebene sein. I like!

Wofür nutzt du deinen angehefteten Tweet?

Teile es mit uns in den Kommentaren!

2 Comments
  • Bastian
    Posted at 12:07h, 09 September Antworten

    Tatsächlich nutze ich angeheftete Tweets meist für besondere Ankündigungen, damit sie nicht so schnell untergehen oder Dauerbrenner-Artikel, die potentiell für eine breite Masse interessant sein könnten.

    • Susanne
      Posted at 14:45h, 09 September Antworten

      Hallo Bastian,
      ich freue mich über deinen Kommentar! Klingt so, als ob du angeheftete Tweets ganz bewusst nutzt und immer auf dem Schirm hast, wann sie ausgetauscht werden müssen. Ich hoffe, du konntest noch ein paar Ideen aus dem Artikel mitnehmen. Viel Spaß weiterhin bei Twitter! 🙂
      Viele Grüße
      Susanne

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